29.05.2012

Das griechische Klopapier

Es ist nicht mal eine Woche her, als ich zum Thema Schulden was geschrieben hatte. Hier der passende Link dazu. http://embrica.blogspot.de/2012/05/was-will-die-occupy-bewegung-eigentlich.html. Darin schrieb ich, dass es eigentlich keine Schulden gibt, sondern nur eine zu hohe Geldmenge im Umlauf ist. Daraufhin habe ich geraten, das Geld doch einfach zu verbrennen.

Ich hätte aber niemals daran gedacht, dass meine Meinung in dieser kurzen Zeit bestätigt wird. Was ist passiert? Es wird befürchtet, dass die Griechen aus dem Euro austreten könnten. Die Folge wäre natürlich, dass das Vermögen der Griechen nicht mehr in Euros bemisst wird, sondern in griechisches Klopapier. Aber die Griechen sind ja nicht dumm. Nun, derzeit plündern viele Griechen ihre Konten, um ihr angespartes Vermögen zu retten. Angeblich 900 Mio Euro haben sich die Griechen schon auszahlen lassen. Ich nehm mal kurz mein Taschenrechner. Das macht für jeden Griechen fast 1000 Euro. Wow, das Paradies für jeden Einbrecher. In jeder Wohnung in Griechenland befinden sich also mindestens 1000 Euro.

Wer die heutige Bild gelesen hat, wird wissen, dass ein gewisser Prof. Charles Blankart nun vorschlägt, dass die griechischen Euros, zu erkennen an einem y auf der Rückseite der Euro Scheine, im Moment der Währungsumstellung sofort in griechisches Klopapier zu bemessen sind. Eine kluge Idee, würde ich mal sagen. Etwas radikal finde ich, Herr Blankart. Dann hätten die Einbrecher aber leider nur Klopapier geklaut. Toll, jetzt lohnt es nicht mal mehr, Geld zu stehlen.

Das Problem ist aber, dass die griechischen Euros auch mal bei uns landen. das hieße dann, dass unsere Euros, soweit es sich um den griechischen Euro handelt, auch nur Klopapier ist. So schlimm wird es wohl nicht werden, da man alles dafür tun wird, damit die Griechen weiterhin, Stück für Stück, ihre Würde verlieren, um den Euro behalten zu dürfen. Also keine Angst. Das heißt zunächst, weitere Sparpakete für die armen Griechen, damit sie sich zumindest noch richtiges Klopapier leisten können.

Liebe Griechen, ihr müsst nicht eure Banken plündern. Ihr müsst einfach nur mal richtige Reformen umsetzen. Am besten ihr beginnt mit einem Import-Stopp. Das wäre wie eine Abwertung eurer Währung und würde eure Wirtschaft kräftig ankurbeln. Und ihr dürft sogar den Euro weiterhin behalten. Das selbe haben die Amerikaner im Prinzip auch immer gemacht, wenn sie in einer Krise steckten. Sie forderten ihre Bürger auf, nur noch amerikanische Produkte zu kaufen. Ich glaube aber, dass die EU das nicht zulassen würde. Lieber unterstützen sie die Griechen beim Aufbau ihrer Klopapierreserven, als den Griechen zu einen Import-Stopp aufzufordern. In diesem Sinne...