13.10.2012

Friedensnobelpreis für die EU

Nach zwei Weltkriegen hatten die Gründungsväter der Europäischen Union die Idee, mit der Errichtung einer Behörde, den Frieden in Europa zu sichern. Die Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl, durch Belgien, Deutschland, Italien, Frankreich und Luxemburg und Niederlande wurde dann mit dem Schuman Plan im Jahr 1951 in die Tat umgesetzt. Die EU, wie wir sie jetzt kennen, war geboren.

Jetzt nach 60 Jahren hat das Komitee, das den Friedensnobelpreis verleiht, entschieden die EU diesen ehrenvollen Preis zu verleihen. Keine Frage, die EU hat es verdient, dass man es auch ihr anrechnen kann, dass es seit der Gründung, keine Kriege zwischen diesen Staaten gegeben hat. Aber muss man nicht für diesen Preis auch bedenken, was die EU in diesen 60 Jahren noch alles für den Friedensnobelpreis, auch außerhalb der EU getan hat, damit der Frieden in Europa erhalten bleibt. Ich bin der Meinung, dass man die EU auch hierfür ehren muss. Die Mitgliedstaaten haben sehr viel unternommen, damit weiterhin Frieden in Europa herrscht und das muss man erwähnen.

Vielleicht hat die EU den Friedensnobelpreis dafür bekommen, dass ein Mitgliedstaat dieser Gemeinschaft vor Jahren den Auftrag zur Ermordung eines rechtmäßig gewählten Präsidenten eines souveränen Staates erteilt hatte. Man hat diesen Präsidenten verhaften lassen und ihn in den Händen seiner Feinde übergeben. Dort wurde er dann erst gefoltert und anschließend unter dem Kommando eines Mitgliedstaates der EU erschossen. Seine Leiche wurde zerteilt und in Säure aufgelöst, um die grausame Tat zu vertuschen. Dadurch war gewährleistet, dass man weiterhin dieses rohstoffreiche Land unter Kontrolle hat. Später hat man es mit einem anderen Machthaber eines Staates wieder gemacht, aber diesmal in aller Öffentlichkeit. 

Oder hat die EU die Preis dafür bekommen, dass Mitgliedstaaten dieser EU nachweislich einen Diktator mit Waffen beliefert haben, wozu auch Gasbomben gehörten. Dieser Diktator hat diese Waffen beim Gasangriffs auf eine Minderheit in seinem Land eingesetzt. Dabei sind 10.000 Mensche qualvoll umgekommen. Man hat ja aber daraus gelernt und macht jetzt Waffengeschäfte mit Saudi Arabien. Das dort Menschen in aller Öffentlichkeit enthauptet werden, interessiert dabei keinen. Hauptsache man kann dort profitable Geschäft machen.

Es kann sogar sein, dass der Preis für die 3 Millionen Türken, Kurden und Griechen gedacht ist, die sich nicht dazu haben verleiten lassen, zur JVA Köln zu fahren und dort eine Person zu besuchen, die maßgeblich an der Ermordung von 12 unschuldigen Menschen beteiligt gewesen ist, um den inneren Frieden nicht zu gefährden. Trotzdem wird nichts innerhalb der EU unternommen, damit es in Zukunft nicht wieder zu diesen grauenvollen Taten kommt. 

Oder hat die EU den Preis dafür bekommen, dass sie mit ihren Agrarsubventionen das Überleben vieler afrikanischen Bauer gefährdet. Durch die Agrarsubventionen haben europäische Unternehmen einen Vorteil gegenüber vieler afrikanischer Bauern, der dazu führt, dass diese ihren Betrieb einstellen müssen. Diese Bauern sind ja auch dankbar dafür und wollen sich in aller Regelmäßigkeit bei der EU bedanken. Sie sind sogar so dankbar, dass sie ihr Leben dafür aufs Spiel setzen, um in die EU zu kommen und mit hochseeuntauglichen Booten dieses Risiko auf sich nehmen. Innerhalb der letzten 20 Jahre sind nach Schätzungen 10.000 Menschen im Mittelmeer ertrunken.

Hat etwa jemand anders diesen Preis verdient. Vielleicht hätte diesen Friedensnobelpreis der arabische Frühling bekommen sollen. Schließlich hat sich die EU sehr für den Wandel in den arabischen Länder eingesetzt und mit Geld und Waffen unterstützt. Aber wen hätte man diesen Preis übergeben sollen? Etwa den Rebellen in Libyen, in Vertretung von Abdelhakim Belhadj, AL-Kaida oder irgendwelchen radikalen Islamisten. Schließlich sind das ja die neuen Herrscher in Libyen, Ägypten und auch bald in Syrien.

In diesem Sinne...

25.08.2012

Sollen die Reichen was von ihrem Vermögen abgeben?

Zuletzt wurde bei "Menschen bei Maischberger", über diese Frage diskutiert. Leider musste ich mich allzu oft aufregen. Also habe ich mich entschieden, einen Beitrag dazu zu schreiben. Diesen Frage hört man immer wieder, ob die Reichen was von Ihrem Vermögen abgeben sollen. Gerade dann wenn es in Richtung Wahlen geht. Oft wird das über die Steuergestaltung diskutiert. Was kaum aber in der Öffentlichkeit diskutiert wird, ist was viel wichtigeres. Warum ist das so, dass wenige immer mehr haben und viele immer weniger? Wie werden die Reichen immer reicher und sind die Armen einfach nur zu dumm?

Erstmal vorweg, es geht nicht anders. In unserem System ist das wie ein Naturgesetz. Das hat nix mit Bildung, Fleiß oder Intelligenz zu tun. Das Beste ist ja, dass oft von den Leistungsträgern gesprochen wird, die es schaffen, noch reicher zu werden. Und dann klopfen sie sich auch noch gegenseitig auf die Schultern und meinen, wie toll sie sind, da der ganze Staat ohne sie nicht existieren kann. Ich lache mich immer schlapp über diesen Schwachsinn, da die Leute das auch noch glauben. Ist denn ein Bauarbeiter kein Leistungsträger und würde er keine Häuser mehr bauen können, wenn die sogenannten Leistungsträger nicht mehr da sind? Natürlich könnte er das. Also verschont die Menschen bitte mit diesem Blödsinn.

Wer sind eigentlich die Reichen sind und wer sind die Armen. Oft werden diese Gruppierungen nach der Höhe ihrer Einkünfte eingeteilt. Man vergleicht also die Höhe des Einkommens von 10 % der Personen mit dem höchsten Einkommen, mit den 10% der Personen, mit dem niedrigsten Einkommen. Also beispielsweise das Einkommen eines Managers in Höhe von 500.000 Euro p.a, mit dem des einfachen Arbeiters in Höhe von 30.000 p.a. Wenn sich jetzt im Laufe einer Periode die Anzahl der Reichen erhöht, muss sich die Anzahl der Armen zwangsweise auch erhöhen. Das passiert eigentlich jedes Jahr, dass die Schere größer wird.

Ich finde die Einteilung nicht ganz richtig. Viel entscheidender wäre es, die Unterteilung nach der Zunahme des Vermögens vorzunehmen. Also um wie viel Prozent steigt das persönliche Vermögen einer reichen Person, im Vergleich zum Vermögen einer armen Person. Die Frage ist also, ob eine Person mehr oder weniger, für die gleiche Leistung bekommt, die er täglich leistet. Salopp gesagt, gehören dann all diejenigen zu den Armen, die nicht zu den Reichen zählen. Völlig losgelöst von der beruflichen Qualifikation. Das kann am Ende auch jeder sein. Das kann der Verkäufer an der Kasse sein, als auch der Lehrer. Sogar Ärzte können unter Umständen zu den armen gehören. Man darf die Reichen und Armen nicht nach Berufsgruppen oder Einkommen unterscheiden. Am Ende zählt nur das Vermögen und das Wachstum des Vermögens, im Vergleich zum Wachstum der Gesamtwirtschaft.

Was führt nun dazu, dass diese Umverteilung von Arm zu Reich stattfindet. Es ist das Kapital, was dazu führen muss, dass das passiert. Und das muss man erstmal so hinnehmen. Ob das letztendlich richtig oder falsch ist, soll nicht Gegenstand von diesem Beitrag sein. Da soll sicher jeder selber seine eigene Meinung bilden. Vielmehr ist es viel interessanter zu wissen, wieso und weshalb das so ist. Eigentlich ist es ganz einfach, um das zu verstehen.

Die entscheidende Rolle bei dieser Entwicklung ist das vorhandene Vermögen. Jeder hat schon einmal den Satz gehört, "Wenn ich Millionär wäre, würde ich das Geld zur Bank bringen und einfach nur von den Zinsen leben".  Ich ersetze das Wort Zinsen, mit dem Wort Kapital. Also müsste es heißen, dass man vom Kapital leben kann. Das ist realistischer. Unter der Annahme, dass nun dieses Vermögen professionell verwaltet und nicht a lá Günther Gabriell, Ailton und sonstigen Konsorten verprasst wird , kann davon ausgegangen werden, dass das Vermögen sich kontinuierlich vermehrt.

Wenn man nun sich das gesamte Kapital einer Wirtschaft als einen großen Kuchen vorstellt, dann steigt der Anteil am Kuchen für den Reichen, Stück für Stück. Er wird also reicher. Was zwangsweise bedeuten muss, dass die Armen, Stück für Stück, was abgeben müssen. Der Arme wird ärmer. Nämlich diejenigen, die kein eigenes Vermögen haben. Gerade dann, wenn kein Wirtschaftswachstum erzielt wird, werden diese Personen noch ärmer. Und diese Aufgabe übernehmen dann die Banken, die dafür Sorgen, dass die Reichen es schaffen, dass sie reicher werden. Das hat also nichts mit Bildung, Fleiß oder Intelligenz zu tun. Was die Banken genau machen, kann ich ein anderes mal schreiben. Oft gehrt es sogar um das Überleben von Menschen, beispielsweise wie in Afrika.

Wie sieht das nun in der Praxis aus ? Wir stellen uns mal eine Bäckerei vor. Diese Bäckerei soll die gesamte wirtschaftliche Leistung eines Staates abbilden. Jetzt stellen wir uns vor, dass die Bäckerei pro Periode 100 Brötchen backen kann. Von den gesamten Produktion verlangt der Inhaber 10 % Gewinnbeteiligung, als Preis für die Überlassung seines Kapitals. Somit bleiben 90 Brötchen für alle anderen. Jetzt investiert er seinen Gewinnanteil erneut in das Unternehmen. Dafür verlangt er zusätzlich 1 Brötchen jährlich. Unter der Annahme, dass die Bäckerei weiterhin 100 Brötchen produziert, hat der Inhaber einen Anspruch auf 11 Brötchen. Somit bleiben für den Rest nur noch 89 Brötchen. Man muss kein Mathematiker sein, um zu verstehen, dass das solange weiter geht, bis er irgendwann alle Brötchen behalten darf und der Rest zusehen muss, wie er zurecht kommt.

In diesem Sinne....






23.07.2012

Assad droht mit Chemiewaffen!

Assad droht mit dem Einsatz von Chemiewaffen. So stand es heute fast überall geschrieben. Er verkörpert somit endgültig das Böse. Es wird weiterhin alles mögliche unternommen, um uns davon zu überzeugen, dass es notwendig ist, in den Krieg zu ziehen. Das es sich dabei um eine Drohung gegen ausländische Kräfte handelte, hat man wohl für weniger wichtig gehalten. Und somit ist diese Drohung irgendwie auch rechtens, wenn man bedenkt, was den Anhänger von Assad droht, sollte dieser Krieg verloren gehen.

Ich möchte erstmal erwähnen, dass mich die Person Baschar al-Assad überhaupt nicht interessiert. Auch will ich nicht beurteilen, ob das politische System in Syrien richtig für das syrische Volk ist oder nicht. Nur nebenbei bemerkt, es gibt genug andere Staaten, wie etwa Saudi Arabien, die dem politischen System Syrien ähneln, teilweise sogar noch schlimmer sind, und trotzdem weiterhin von den demokratischen Staaten hofiert werden. Aber das soll jetzt nicht das Thema sein.

Aber viel wichtiger ist der folgende Punkt. Was wird alles von außen getan, um das Regime zu stürzen. Die Frage die sich die verdammten Kriegshetzer derzeit stellen ist, wie sie weiterhin die syrische Regierung als das Böse verkaufen können. Heute war eben die Meldung zu lesen, dass das Regime Chemiewaffen einsetzen werde. Für den Leser war somit klar, dass es sich um Monster handeln muss. Das syrische Regime muss unbedingt aufgehalten werden denken wohl die meisten sofort. Wer meinen letzten Blog gelesen hat wird wissen, dass es für sehr viele Menschen in Syrien um das nackte Überleben geht. Ich rede hier nicht von den Rebellen. Es geht um die Anhänger von Assad. Die Alawiten und Christen müssen das schlimmste befürchten, sollte dieser Krieg verloren gehen.

Eins steht aber trotzdem fest, für Assad wird es keine Zukunft mehr geben. Auch weil die politsichen Interessen von Assad nicht mehr zeitgemäß sind. Man sollte wissen, welche Interessengruppen, ich sage bewusst nicht Bevölkerungsgruppen, sich im Krieg befinden und wofür sie stehen. In Syrien leben Sunniten, Alawiten, Schiiten, Christen und Kurden. Assad ist ein Alawit, aber man sollte ihn vor allem als Vertreter des Baathismsus sehen und weniger als Alawit. Somit steht er für die Vereinigung aller Araber. Egal ober Sunnit, Schiit oder Alawit oder Christ. Der Traum ist ein Großarabien. Aber dieser Traum ist schon lange geplatzt. Und das weiß Assad schon lange. Aus politischen Gründen führt er diesen Krieg deshalb bestimmt nicht mehr.

Ich verstehe einfach nicht, warum so sehr drauf gepocht wird, Assad sofort zu stürzen. Ihm geht es doch schon lange nicht mehr um seine Machtposition oder um seine Ideologie. Wenn er sich jetzt zurückzieht und somit kapituliert, so droht ein Massaker an seine Bevölkerung, das seines gleichen sucht. Immerhin etwa 6 Millionen Menschen bei einer Bevölkerung von 20 Millionen. So wie es aussieht, wird er auch deshalb bereit sein, auch gegen ausländische Streitkräfte, in einen Krieg zu ziehen. Genau deswegen verstehe ich die Drohung, dass Chemiewaffen eingesetzt werden. So hart es auch klingen mag.

07.07.2012

Hartmut Engler und der Kurde aus Syrien

Die Pur Fans haben es schon vor 10 Jahren gewusst, dass was in Syrien falsch läuft. Auf dem Album "Was ist passiert (2003)" sang die Band Pur, mit dem Lied "Saz", von einem Kurden aus Syrien, der von dort geflüchtet ist und in Deutschland um Asyl bittet. Darin beschreibt er auch deutlich, dass dort Menschen gefoltert und erniedrigt werden. Hier der Songtext für alle, die sich für den Inhalt interessieren. http://www.magistrix.de/lyrics/PUR/Saz-7421.html.


Aber wussten es die westlichen Staaten damals auch nicht, die jetzt nun verbissen versuchen, Assad zu stürzen? Bestimmt nicht, da ja auch weiterhin Kurden regelmäßig nach Syrien abgeschoben wurden, wenn sie vergebens um Hilfe gebeten hatten. Also hat es nur unser Hartmut gewusst? Quatsch, natürlich wusste man es. Bis vor kurzem waren die Kurden in Syrien noch Staatenlose ohne Rechte. Assad hat dies ja mittlerweile geändert. Aber damals hat sich keiner aufgeregt. Und jetzt auf einmal? Ok! Es handelte sich nur um Kurden, aber trotzdem. Das sind die Kurden ja eh gewohnt, dachte man sich. Und die Ferke...aäääh Merkel, lässt über ihren Sprecher auch noch völlig zynisch ausrichten, dass ein Regime, was auf seine eigene Bevölkerung schießt, ihre Legitimation verloren hat. Und was sind dann die Kurden in Syrien die ganze Zeit gewesen, du Tro...? Ach ja, nur Kurden. Sorry für meine leichte Ausschweifungen, aber das regt mich sehr auf. Genau wie 2001 mit Saddam, der 13 Jahre zuvor einen Gasangriff auf die kurdische Bevölkerung verübt hatte. Auf einmal, nur etwas spät, war auch er nicht mehr berechtigt einen Staat zu führen. 13 Jahre vorher war er es aber noch. Nur das dazwischen tausende Menschen ermordet wurden. Irgendwie wiederholt sich hier die Geschichte.


Oder geht es nur um die fetten Schnurrbärte aus Katar und Saudi Arabien, die ja die eigentlichen Kriegsgegner von Syrien sind. Und die haben bekanntlich sehr sehr viel Öl und Gas. Das aber ein perverser und dreckiger Bürgerkrieg herbeigerufen, unterstützt und gefördert wurde, ist kaum in Worte zu fassen. Dieser Krieg wird dieses Land komplett zerstören. Man schert sich in Wahrheit ein Dreck um die syrische Bevölkerung. Denn sonst hätte man beispielsweise schon den Kurden bei ihrem Freiheitskampf geholfen. Die syrische Bevölkerung braucht keinen Krieg. Sie braucht Veränderung und dafür muss man ihnen Zeit geben. Aber dafür ist es wohl leider zu spät und man hat ihnen nicht einmal die Chance dazu gegeben. Deswegen wird der Krieg immer brutaler werden, bis wahrscheinlich irgendwann das Ausland eingreifen muss.

Irgendwie tut mir Assad auch richtig leid. Ihm geht es wahrscheinlich nicht mal mehr um seine eigene Machtposition. Ihm geht es wohl mehr um die Existenz von Millionen Menschen, die er hier verteidigen muss. Das darf man nicht vergessen. Nun muss man sich nicht wundern, wenn diese Krieg immer brutaler werden wird. Er weiß, wenn dieser Krieg verloren geht, dann geht es den Alawiten und Christen in Syrien so richtig an den Kragen. Viele werden dann ermordet oder vertrieben. Frauen werden vergewaltigt und ganze Familien auseinander gerissen. Es wird für diese Menschen keine Zukunft mehr in diesem Staat geben. Und das wissen die Alawiten und Christen. Der Irak lässt grüßen. 



Man muss sich nur mal folgendes Horrorszenario vorstellen. Nehmen wir an, die NSU wäre so stark gewesen, um auch gegen den deutschen Staat zu kämpfen, mit dem Ziel, die Macht in Deutschland zu übernehmen. Also ich würde mich sofort der Bundeswehr anschließen, um gegen die NSU zu kämpfen. Was bliebe mir auch anderes übrig, um mein eigenes Volk zu beschützen. Deswegen muss man verstehen,dass es in Syrien um mehr, als nur Assad geht. Für sehr viele Menschen geht es jetzt um das eigene Leben und das werden sie verteidigen. Das die Alawiten sich wehren ist daher einfach nur legitim und hat wohl nur wenig mit Staatsterror zu tun, was uns tagtäglich in den Medien vermittelt wird. Oder glaubt irgendjemand an einen sauberen Krieg?


Am Ende bleibt mir noch eins zu sagen. Gott beschütze die leidtragende und unschuldige Bevölkerung.

29.06.2012

Arrivederci Germania!

Wie konnte das nur passieren. Deutschland ist nicht Europameister geworden. Dabei kann die DFB Elf jede Mannschaft der Welt besiegen. Sie hat in den letzten Jahren Argentinien, England, Holland und Portugal geschlagen. Jetzt sollten nacheinander, Italien und Spanien noch besiegt werden. Die DFB Elf ist eben eine tolle Mannschaft. Aber wieso reicht es trotzdem nicht für den Titel und was muss man nun anders machen?

Als aller erstes müssen Löw und seine -kombo gehen. Ich verstehe auch nicht, warum seine Position so unantastbar erscheint. Nirgendwo wird er in Frage gestellt und bei den Interviews wird er nie kritisiert. Man muss endlich kapieren, dass nur Titel zählen. Es nutzt eben nichts, einfach nur einen vermeintlich schönen Fußball zu spielen und hoch zu gewinnen. Spätestens wenn die entscheidenden Spiele kommen, reicht dieser Fußball nicht mehr aus, den die -kombo eingeführt hat. Ob Italien 2006, Spananien 2008 und 2010 und Italien 2012, in jedem Spiel war man klar und deutlich unterlegen. 

Deshalb muss man endlich verstehen, dass Löw nicht in der Lage ist, in großen Spielen, die richtigen Maßnahmen zu treffen, um auch in diesen Spielen den Gegner zu dominieren, um nicht auf das Glück angewiesen zu sein. Denn nur so können auch die schwierigen Spiele gewonnen werden. Man darf nicht vergessen, dass man in allen letzten Turnieren doch nicht so stark war, obwohl die Platzierung gut waren.

2006 hat man in der Gruppenphase Costa Rica geschlagen und glücklich Polen in der letzten Minute besiegt. Im Achtelfinale nach 20 Minuten gegen 10 Schweden gespielt und im Viertelfinale sehr glücklich Obaginien geschlagen. Gegen Obaginien war die DFB Elf nicht die bessere Mannschaft, nur die eben glücklichere. Am Ende reichte es halt nicht mehr für Italien.

2008 gab es eine verdiente Niederlage gegen Kroatien. Nur durch ein unglaubliches Freistoßtor von Ballack gegen die Ösis wurde das Viertelfinale erreicht. Und mit großen Schwierigkeiten konnten die Türken, die nahezu ohne die ganze Stammelf angetreten waren, besiegt werden. Am Ende reichte es nicht für Spanananien.

2010 hat Serbien verdient gewonnen, obwohl die Serben die eindeutig schwächste Mannschaft in der Gruppe waren. Gegen Ghana konnte nur durch ein unglaubliches Tor durch Özil, das Tor zum Achtelfinale geöffnet werden. Keine Frage, die Spiele gegen Argentinien und England waren überzeugend. Aber genau das ist das Problem. Das man diese Spiele so hoch gewinnt, liegt nur an dem -kombo Fußball. Man spielt 90 Minuten lang nach vorne. Egal ob es 1:0, 2:1 oder 6:0 steht. Es geht immer nur nach vorne. Mehr kann diese Mannschaft auch nicht. Dabei muss man nicht mal besser sein, um so hoch zu gewinnen. Hört sich zwar etwas komisch an, aber das bringt dieser -kombo Fußball mit sich. Und am Ende reichte es eben nicht mehr für Spananien.

Und bei diese EM konnten 9 Punkte in der Vorrunde geholt werden. Im ersten Spiel war Portugal besser und erst kurz vor Ende gegen Dänemark war das Viertelfinale erreicht. Hätte es den Elfer gegen Deutschland gegeben, wäre schon in der Gruppenphase Ende. Tja, und wieder hat es am Ende für Italien nicht gereicht. 

Leider ist in Brasilien auch nichts mit der -kombo zu holen. Spätestens wenn man bei den K.O Spielen gegen einen Südamerikaner spielt, ist Schluß. Jetzt gilt es ein neues System auszuprobieren und dafür muss Löw gehen. Noch ist es nicht zu spät, um dieser jungen Mannschaft einen effektiveren Fußball beizubringen.

29.05.2012

Das griechische Klopapier

Es ist nicht mal eine Woche her, als ich zum Thema Schulden was geschrieben hatte. Hier der passende Link dazu. http://embrica.blogspot.de/2012/05/was-will-die-occupy-bewegung-eigentlich.html. Darin schrieb ich, dass es eigentlich keine Schulden gibt, sondern nur eine zu hohe Geldmenge im Umlauf ist. Daraufhin habe ich geraten, das Geld doch einfach zu verbrennen.

Ich hätte aber niemals daran gedacht, dass meine Meinung in dieser kurzen Zeit bestätigt wird. Was ist passiert? Es wird befürchtet, dass die Griechen aus dem Euro austreten könnten. Die Folge wäre natürlich, dass das Vermögen der Griechen nicht mehr in Euros bemisst wird, sondern in griechisches Klopapier. Aber die Griechen sind ja nicht dumm. Nun, derzeit plündern viele Griechen ihre Konten, um ihr angespartes Vermögen zu retten. Angeblich 900 Mio Euro haben sich die Griechen schon auszahlen lassen. Ich nehm mal kurz mein Taschenrechner. Das macht für jeden Griechen fast 1000 Euro. Wow, das Paradies für jeden Einbrecher. In jeder Wohnung in Griechenland befinden sich also mindestens 1000 Euro.

Wer die heutige Bild gelesen hat, wird wissen, dass ein gewisser Prof. Charles Blankart nun vorschlägt, dass die griechischen Euros, zu erkennen an einem y auf der Rückseite der Euro Scheine, im Moment der Währungsumstellung sofort in griechisches Klopapier zu bemessen sind. Eine kluge Idee, würde ich mal sagen. Etwas radikal finde ich, Herr Blankart. Dann hätten die Einbrecher aber leider nur Klopapier geklaut. Toll, jetzt lohnt es nicht mal mehr, Geld zu stehlen.

Das Problem ist aber, dass die griechischen Euros auch mal bei uns landen. das hieße dann, dass unsere Euros, soweit es sich um den griechischen Euro handelt, auch nur Klopapier ist. So schlimm wird es wohl nicht werden, da man alles dafür tun wird, damit die Griechen weiterhin, Stück für Stück, ihre Würde verlieren, um den Euro behalten zu dürfen. Also keine Angst. Das heißt zunächst, weitere Sparpakete für die armen Griechen, damit sie sich zumindest noch richtiges Klopapier leisten können.

Liebe Griechen, ihr müsst nicht eure Banken plündern. Ihr müsst einfach nur mal richtige Reformen umsetzen. Am besten ihr beginnt mit einem Import-Stopp. Das wäre wie eine Abwertung eurer Währung und würde eure Wirtschaft kräftig ankurbeln. Und ihr dürft sogar den Euro weiterhin behalten. Das selbe haben die Amerikaner im Prinzip auch immer gemacht, wenn sie in einer Krise steckten. Sie forderten ihre Bürger auf, nur noch amerikanische Produkte zu kaufen. Ich glaube aber, dass die EU das nicht zulassen würde. Lieber unterstützen sie die Griechen beim Aufbau ihrer Klopapierreserven, als den Griechen zu einen Import-Stopp aufzufordern. In diesem Sinne...






24.05.2012

Ist ja nur ne Puppe!

Vielleicht haben es manche mitbekommen, wie Frau Sarah Kuttner im Rahmen ihrer Lesung zu ihrem neuen Buch, für leichten Unmut gesorgt. Sogar der kleine Mann Mola Adabesi hat sich zu Wort gemeldet und Frau Kuttner öffentlich als Rassistin bezeichnet. Harter Tobak. Kurz zusammengefasst. Sie hat in ihrem Buch über eine Puppe aus ihrer Kindheit geschrieben, wo sie diese Puppe "Negerpuppe" nennt und auch noch diese "ekelhaft und widerlich" fand. Sie selbst kann die Aufregung nicht verstehen. Tja, vielleicht erwarten viele, die sich auf den Schlips getreten fühlen, einfach nur eine Entschuldigung. Tut sie aber nicht. Anscheinend versteht sie es immer noch nicht. Haloooo! Geht es nicht in deinen dummen Schädel rein. Man sagt das einfach nicht. Kann doch nicht so schwer sein, das zu begreifen.

Viele meinen jetzt vielleicht, dass man nicht so pedantisch sein sollte und die Aufregung etwas übertrieben ist. Ist es aber nicht. Genau deswegen schreibe ich das auch hier, um jeden, der dieser Meinung sein sollte, dafür zu sensibilisieren.

Ich muss nicht erklären, woher das Wort Neger seinen Ursprung hat. Entscheidend ist aber, dass dieses Wort gleichzeitig mit dem größten Verbrechen aller Zeiten in Verbindung gebracht werden muss. Ich stehe vielleicht mit meiner Meinung alleine da, wenn ich vom größten Verbrechen aller Zeiten spreche, aber das nehme ich auf mich. Es ist eben so, dass dieses Wort für Mord, Vergewaltigung, Folter und Menschenhandel steht. Und das über Jahrhunderte. Die Dimensionen dieser Verbrechen werden wir niemals richtig nachempfinden können. Wenn dieses Wort, ganz egal in welchem Zusammenhang, in normalen Sprachgebrauch benutzt wird, dann muss man davon ausgehen, dass entweder die wahre historische Bedeutung nicht bekannt ist oder das Verbrechen nicht die Verachtung entgegen gebracht wird, die es verdient. Die Nachfahren dieser Menschen werden dadurch zutiefst beleidigt. Sie werden dadurch immer wieder mit dieser schrecklichen Vergangenheit konfrontiert. Und deswegen sollte man es niemals und in keinster Weise tolerieren, wenn jemand meint, er könne solche Äußerungen von sich geben. Ich bin ja auch der Meinung, dass man die betroffenen Menschen entschädigen muss, für das was ihre Vorfahren erleiden mussten. Aber das ist ein anderes Thema.

Das Problem ist leider, dass es keinen Aufschrei gibt, wenn das Wort Neger, wo auch immer, gebraucht wird. Ich selber höre es aus vielen Mündern und muss jedesmal erklären, warum ich mich gerade darüber aufrege. Vielleicht kann Sarah Kuttner wirklich nichts für ihre Ausschweifungen. Fest steht, dass sie aber das nächste mal schon nachdenken wird, bevor sie sich wieder zu so einer Aussagen verleiten lässt. Erst wenn wir so weit sind, dass jede Benutzung des Wortes Neger geächtet und verachtet wird, können wir dann auch anfangen den Rassismus zu bekämpfen. Wenn wir es aber dulden, müssen wir uns nicht wundern, wenn wir selbst Opfer rassistischer Vorfälle werden. Egal ober Deutscher, Afrikaner, Kurde oder Chinese.

Man muss sich nur mal vorstellen, dass irgendeine prominente Person, eine Anekdote aus seinem Leben erzählt und dabei von seiner Puppe erzählt, die er Judensau oder Drecksjude bezeichnet hat. Wie groß wäre wohl der Aufschrei? Nun, ich glaube, dass es wohl gewesen wäre mit der Karriere. Und das zu recht. Für andere Beleidigungen sollte es aber auch gelten. Nicht mehr und nicht weniger. In diesem Sinne...




18.05.2012

Was will die Occupy-Bewegung eigentlich?

In den Medien kommen die Vorkommnisse in Frankfurt, meiner Meinung nach, etwas zu kurz. Dort werden über das Wochenende bis zu 40.000 Demonstranten erwartet. Aber was will dieser Mob eigentlich und sind sie gut oder schlecht? Es kommt drauf an. Sie haben entweder einfach nur Angst oder sind ideologisch getriebene Dilettanten. Ich zweifle sogar stark dran, dass die meisten von denen überhaupt wissen, warum sie Occupy-Anhänger sind. Wenn sie wirklich alles verstehen würden, dann wären sie jetzt ganz bestimmt nicht mehr auf diesen verrückten Occupy Tripp, sondern wären froh, dass die Banken uns vor Schlimmerem beschützen. Es ist wie bei der eigenen Gesundheit! Wenn man im Brustbereich Schmerzen hat, bekommt man Angst, dass man vielleicht ein Herzproblem haben könnte. Aber wenn man weiß, dass man Herzkrank ist, dann nimmt man es eher hin und hat auch keine Angst mehr.

Man hört immer nur Schulden, Schulden, Schulden. Immer wieder. Ahhhrgghh! Aber aufregen möchte ich mich nicht. Vor Wahlen, zuletzt sogar überall auf Wahlplakaten der FDP, während der NRW Wahl, ob Griechenland oder bei Talkshows, wenn alle Zuschauer gespannt zuhören, welcher Müll bei Maischberger, Will oder Jauch erzählt wird. Und die Occupy-Bewegung, die ja die die Lösung kennen wollen, erweisen sich letztendlich als Goethes Zauberlehrling.

Liebe Occupy Kekse, versteht doch einfach, dass es Schulden in unserem System geben muss, die aber auch nur virtuell sind. Und das Problem ist, dass niemand so recht weiß, dass es in Wirklichkeit keine Schulden gibt. Es gibt keine Schulden? Moment, wie kann ich es mir nur erlauben, etwas zu schreiben, was fast jeden Tag in den Medien und Politik verbreitet wird. Es gibt eben solche Schulden und solche Schulden. Was mit Schulden eigentlich gemeint ist, ist, dass es derzeit einfach zuviel Geld gibt und keiner bereit ist, das Geld, das überall in einer nahezu unendlichen Menge vorhanden ist, zu verbrennen. Man muss mal einfach nur mal überlegen, wie viel Geldvermögen es derzeit gibt. Puh, keine Ahnung, ehrlich gesagt, habe ich auch keine Lust danach zu recherchieren. Und es wird ja immer mehr. Warum sollen die Leute auch, die beispielsweise Milliarden haben, ihr vorhandenes Geldvermögen verbrennen und warum sollte man das nicht fordern?

Ganz einfach, dann kommt der Adolf aus der Hölle und verbrennt daraufhin wieder Millionen unschuldige Menschen. Das Problem ist nämlich, dass kein Mensch wirklich dazu bereit ist und ja lieber in den Krieg zieht, als hinzunehmen und zu verstehen, dass das zuviel vorhandene Geld eigentlich nichts wert ist. So geschehen ab 1929, als man die Menschen vor vollendeten Tatsachen gestellt hat. Nur deswegen ist der Aufstieg des Bösen auch möglich gewesen. Bis dahin wurde dieser Clown nie ernst genommen. Wenn man überlegt, dass die NSDAP bei den Reichstagswahlen 1928 gerade einmal 2 % Stimmen hatte - das ist nicht vielmehr als die heutigen extremistischen Parteien-  und 1933 schon die Macht ergriffen hat, kann man sich vorstellen, wie schnell sowas auch heute noch gehen kann. Und das wissen die Eliten unserer Gesellschaft. Deshalb versuchen sie das Geldvermögen nach und nach, ohne das jemand es merkt, auf anderer Weise zu vernichten. Sparpakete, Schuldenschnitt in Griechenland oder Inflation. Das einzige das wirklich einen Wert hat und als Geldvermögen zu sehen ist, ist die Arbeit, die man jeden Tag nachgeht. Egal ob als Friseur, Anwalt, Arzt oder Bäcker.

Ich hatte mir vorgenommen, meine Posts für jedermann verständlich zu schreiben. Also möchte ich mal anhand eines sehr einfache gehaltenen Beispiels erklären, warum es keine Schulden geben kann. Wir nehmen mal an, dass ein Gärtner bei einer Hausfrau einen Baum einpflanzt. Jetzt geht die Hausfrau zur Bank (Notenbank) und die Bank druckt nur für sie einen 100 Euro Schein. Diese 100 Euro gibt sie nun dem Gärtner. Der Gärtner geht nun damit ins Restaurant und bezahlt für das Essen 100 Euro. Das Restaurant ruft daraufhin die Hausfrau an, damit sie das Restaurant sauber macht. Nun hat die Frau ihre 100 Euro zurück und gibt es der Bank. Jeder hat es jetzt einmal gehabt und es gibt keinen mehr, der Schulden hat. Aber es gibt die 100 Euro. Eigentlich könnte die Bank doch das Geld verbrennen!? Oder ist jemand einer anderen Meinung?


17.05.2012

Der Traum eines Kochs

Nehmen wir mal an, der beste Koch eines 5 Sterne Restaurants bewirbt sich für den Posten des Chefkochs bei einer Kantine einer Hochschule. Die Gerichte, die er tagtäglich im 5 Sterne Restaurant zelebriert, möchte er gerne auch dort anbieten. Er ist sich ganz sicher, dass alle von ihm überzeugt sein werden, da er Erfahrungen als Koch in einem 5 Sterne Restaurant hat. Ihm wird die Stelle aber nur dann angeboten, wenn der neue Menüplan auch den Studenten gefällt und sie diesen zustimmen. Der neue Koch wird groß angekündigt und in seinem Menüplan, der in der Kantine ausgehängt wird stehen seine Gerichte, die er bald schon präsentieren möchte. Im Menüplan steht auch folgender Satz: "Sie, liebe Studenten werden entscheiden, ob Sie weiterhin dieses Zeug, was sich Essen nennt, in euch stopfen möchtet oder es lieber vorziehen, die Gerichte aus dem 5 Sterne Restaurant zu genießen. Also stimmt für mich, als euer neuer Chefkoch".

Mit dieser Ankündigung hat er gleichzeitig das 5 Sterne Restaurants mit zur Wahl gestellt. Es ist nun klar, das bei Ablehnung des neuen Menüplans, auch das Restaurant implizit schlecht beurteilt wird. Aber es kommt genau dazu, was er sich niemals hätte vorstellen können und schlimmer. Sehr wenige mögen den neuen Menüplan. Den Job als Chefkoch kann er sich erstmal abschminken. Wer war jetzt der Schuldige an dem Debakel? Er selber, oder sein Menüplan?

Erschrocken nimmt er das Ergebnis hin und geht zurück in das Restaurant. Dort erwartet ihn schon sein Chef, um ihn mitzuteilen, dass er nicht mehr für das exklusive Haus arbeiten darf. Alle Kollegen sind verwundert, da er ja als zukünftiger Leiter des Restaurants gehandelt wurde. Ja selbst der Chef hat ihn stets gelobt und ihn als denjenigen eingestuft, der am ehesten die zukünftigen Herausforderungen des Restaurants angehen kann.

Jetzt muss man sich fragen, wieso der Chef sein bestes Stallpferd so eiskalt abservieren lässt. Es könnten viele Gründe sein. Man munkelt, dass es keinen Sinn macht, einen Koch weiter zu beschäftigen, der nicht in der Lage ist, in einer einfachen Kantine einen geeigneten Menüplan zu präsentieren Erwähnen sollte man aber einen ganz interessanten Punkt. Vielleicht möchte sich der Chef so schnell wie möglich von diesem Koch trennen, um ja nicht jemanden die Möglichkeit zu geben, dass man seine Gerichte hinterfragen könnte und die Kollegen vielleicht gegen den Chef  meutern werden. Schließlich waren es auch die Gerichte des Restaurants, die von den Studenten abgelehnt wurden. So kann der Chef sich aus der Schusslinie nehmen und seine eigene Position weiter festigen.

Wieso erzähle ich diese Geschichte? Nun, das ist wohl der Grund dafür, warum unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel, wieder mal bereit war, eine politische Karriere zu zerstören, ohne mit der Wimper zu zucken. Jetzt haben wir wieder einen jungen und sehr talentierten Politiker verloren, den man sehr viel zugetraut hat. Tja, viele gute Politiker bleiben nicht mehr übrig, die als Sündenbock für unsere Kanzlerin dienen müssen. Aber sie kann da wohl am wenigsten dafür.

16.05.2012

Hertha darf so nicht absteigen!

Man muss sich nur mal vorstellen, Hertha hätte noch den Siegtreffer erzielt. Wer das für unmöglich hält, hat wohl nicht lange mit dem Fußball zu tun. Seit 1999 ist im Fußball nichts mehr unmöglich. Genau wie bei der Automarke. Wer erinnert sich nicht an das Champions League Finale zwischen Bayern und  ManU. In 90 Sekunden haben die Engländer ein 1:0 in ein 1:2 gedreht. Auch die Türken haben es bei der EM 2008 mehr als oft bewiesen. Man stelle sich vor, die kroatischen Fans wären nach dem 1:0 durch Klasnic auf den Platz gerannt. Den Türken wäre der Ausgleich durch Selcuk wohl nicht mehr gelungen. Es sprechen also genügend Argumente dafür, dass der Spielverlauf anders hätte laufen können.

Für die Hertha Spieler war somit das Spiel vor dem eigentlichen Abpfiff im Kopf schon beendet.Warum? Man kann nicht behaupten, dass es keinen Hertha Spieler geben kann, der keine Angst hat weiter zu spielen. und das ist der entscheidende Punkt. Was hätte alles passieren können, wenn doch ein Tor für die Hertha fällt. Und das wussten die Spieler wohl. Auch wenn es den Anschein erwecken mag, dass die Hertha diese Situation ausnutzen könnte. Aber eines weiß niemand und kann keiner beantworten. Einige Chaoten könnten bei einem Sieg von Hertha auf den Platz rennen und die Spieler gefährden. Niemand konnte dafür garantieren, dass die Hertha unversehrt aus dem Stadion kommen würde. Auch wenn es der Hertha von der Polizei so mitgeteilt wurde. Es ging am Ende nur darum, dass die Veranstaltung beendet wird, um eine Eskalation zu verhinder. Mit Fußball hatte das nichts mehr zu tun.

Man kann somit behaupten, dass die Hertha sportlich nicht abgestiegen ist. Aber was kann man jetzt machen. Die letzten 2 Minuten nochmal spielen lassen? Das würde sportlich keinen Sinn machen. Jeder Sportler weiß, dass man nicht die notwendige Körpertemperatur hat, um beispielsweise einen Solo hinzulegen, wie es ein Raffael oft genug im Spiel bewiesen hat. Am Ende eines Spiels kann man auch die Müdigkeit des Gegners ausnutzen. Also eine Wiederholung der letzten Minuten macht keinen Sinn. 

Entweder das Spiel wird komplett wiederholt oder beide Mannschaften dürfen nächste Saison in der ersten Liga spielen. Beiden Mannschaften müsste man nur noch Punkte abziehen. Das sind einzigen Alternativen. Dann hätte man nächstes Jahr wohl 19 Mannschaften in der 1. Liga. Das wäre wohl auch nicht toll, aber man hätte der Hertha nicht unrecht getan. Denn das macht den Sport aus. Der faire Wettbewerb.



15.05.2012

Die Roboter von Mark Zuckerberg

In den Medien wir derzeit über den Börsengang von Facebook berichtet. Nach dem Börsengang soll das Unternehmen, dessen Aktien im Nasdaq gehandelt werden sollen, zwischen 90 Mrd. Dollar und 100 Mrd. Dollar wert sein. Um sich die Dimension klar zu machen muss man nur die Lufthansa vergleichen. Die Lufthansa hat einen Wert von ca. 5 Mrd. Euro. Somit ist Facebook 20 mal wertvoller.

Damit ein Unternehmen einen Wert haben kann, braucht es in aller Regel eine Grundlage womit es Geld verdient. Dabei handelt es sich meist um Vermögensgegenständen wie Grundstücke Maschinen, Rohstoffe etc. Man spricht dann vom Unternehmensvermögen. Es sind die sogenannten Aktiva eines Unternehmens. Es ist die Voraussetzung dafür, dass das Unternehmen überhaupt Produkte herstellen und anbieten kann. Der Bauer braucht ein Nutztier um Milch oder Fleisch zu produzieren. Der Schneider braucht seine Nähmaschine um ein Kleidungsstück herzustellen und die Lufthansa muss Flugzeuge erwerben, um seine Passagiere zum Zielort befördern zu können.

Es ist somit ersichtlich, wie die Unternehmen ihr Geld verdienen können und was sie dafür benötigen. Es ist die Kuh, die Nähmaschine und das Flugzeug. Diese Gegenstände musste das Unternehmen erwerben und kann dafür in Zukunft Profit erzielen. Aber was ist der Vermögensgegenstand von Facebook? Welche Kuh, Maschine oder Flugzeug  musste Facebook eigentlich erwerben, damit es Produkte herstellen kann? Wie kann es also 100 Mrd. Dollar wert sein? Was kann das Unternehmen eigentlich an Vermögensgegenständen vorweisen? 

Nichts! Nichts? Richtig gehört! Es sind die Nutzer, die das Geld verdienen. Und dafür muss Facebook nichts bezahlen. Sie sind kostenlos. Bei einer Nutzeranzahl von ca. 900 Mio. heißt das, dass jeder Nutzer etwa 100 Dollar wert ist. Wenn die Nutzer schlau gewesen wären, hätten sie für die Registrierung einen Preis verlangen müssen. Oder gibt es jemanden unter uns, der seine Dienste kostenlos anbietet? Denn schließlich arbeiten die Nutzer für Facebook und sorgen dafür, dass Facebook so einen gigantische Wert generieren kann. Natürlich ist das alles sehr weit hergeholt. Mir geht es auch nur die ökonomische Wirkung von Facebook und die darf man nicht unterschätzen. Mit Facebook wird das ökonomische Gleichgewicht extrem durcheinander gewirbelt. 

Die ganze Sache hat eben einen Haken. Schließlich fließt dem Unternehmen Geld zu. Unternehmen wie Saturn, Opel oder Braun zahlen gerne für die Werbung, die sie auf Facebook schalten. Das Problem ist nur, dass die Unternehmen diese Werbekosten in ihrer Kalkulation berücksichtigen und somit die Produktpreise anpassen müssen. Also sorgen die Nutzer selber dafür, dass der Flug in den Urlaub, das Auto oder der Rasierer den sie anschaffen den Geldbeutel unnötig belastet. Im Prinzip könnten die Nutzer von Facebook 20 neue Lufthansa Konzerne gründen und kostenlos um die Welt jetten. Aber wir je(cha)tten ja lieber heutzutage und das ist ja COOLER...